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Space is the Place – Daten als Raketentreibstoff

Herman Blount – besser bekannt als Sun Ra – war ein legendärer, amerikanischer Jazzmusiker der 70er Jahre. Nach seinen eigenen Angaben ist er mehrere Jahre lang in einem Raumschiff durch das Weltall gereist, wobei Musik ihm als Treibstoff gedient hat. Eine Geschichte, die er dann auch in seinem Werk „Space is the Place“ verfilmt hat – natürlich inklusive Soundtrack.
Der Treibstoff heutiger Tage sind nicht Musik, sondern Daten. Digitale Daten beschleunigen eine immer granularer werdende, ultraeffiziente Wirtschaft. Was sich zunächst auf Geschäftsfelder wie eCommerce, Online-Marketing, Digital-Media beschränkte, gilt schon längst auch für klassische Branchen wie Versicherungen, Banken, Industrie oder sogar das Gesundheitswesen.
Aber so wie der Treibstoff eines Raumschiffs nicht einfach so gebrauchsfertig in der Natur vorhanden ist, sondern erst in Form von Rohöl gefördert und dann zu Raketentreibstoff weiterverarbeitet werden muss, so müssen auch Daten erhoben, aggregiert, verfügbar gema…

Digitale Transformation – tut das weh?

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das sagte schon Heraklit von Ephesus (etwa 540 - 480 v. Chr.) und natürlich gilt das noch heute. Mehr noch: Der Wandel findet heute so schnell wie nie statt. Denn immer höhere Rechnerleistung und immer günstigere Datenspeichermöglichkeiten befeuern den technologischen Wandel, der die ganze Wirtschaft sowie die gesamte Menschheit in die dritte industrielle Revolution schleudert. Während im 18. Jahrhundert die Dampfmaschine, die Druckerpresse und die Eisenbahn die erste industrielle Revolution einläuteten, waren es im 20. Jahrhundert die fossilen Brennstoffe, die elektronische Kommunikation und die Autos. Jetzt im 21. Jahrhundert stehen wir durch Technologien wie erneuerbare Energien, dem Internet und dem „Shared Transport“ am Anfang der dritten industriellen Revolution, die Hierarchien reduziert, Machtverhältnisse verändert, Teilhabe erleichtert und neue Rechte erkämpft. Die Digitalisierung durchdringt und verändert dabei alles. Und Daten sind di…

Headhunter - auf der Jagd nach Köpfen

Wer mit dem Themenbereich „Personaldienstleistungen“ nicht direkt zu tun hat, mag sich fragen, was der Unterschied zwischen Begriffen wie Headhunting, Executive Search, Recruiting oder auch Personalberatung ist. Lassen Sie uns versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.

Als Oberbegriff ist wahrscheinlich das Wort „Personaldienstleistung“ gut gewählt. Darunter fallen grob gesagt, die Bereiche der Personalvermittlung und des reinen Consultings. Fokussieren wir uns zunächst auf die Personalvermittlung. Hier unterscheidet man zunächst nach Art der Anstellung (Festanstellung, Zeitarbeit, Freelancer). Des Weiteren wird nach Senioritätsgrad unterschieden. So ist aus meiner Sicht der Begriff „Executive Search“ gebräuchlich bei Vermittlung von Kandidaten ab Senior-Level (in der Regel eher Management-Level) und zwar für Positionen in Festanstellung. Senior-Level kann hier zahlenmäßig so verstanden werden, dass die Positionen ein Jahreszielgehalt von ca. 70.000 EUR aufwärts aufweisen. Bei Positionen …

Real Time Advertising – was ist das?

Wer sich mit dem Thema Online Marketing bzw. Digital Advertising beschäftigt, stößt seit ein paar Jahren häufig auf Begriffe wie Real Time Advertising bzw. Real Time Bidding oder auch Programmatic Media Buying. Was ist das genau und wie unterscheiden sich diese Begriffe? Unterscheiden Sie sich überhaupt? Schauen wir uns das mal an.

Zunächst versuche ich mal zu erklären, worum es sich bei diesen Begriffen überhaupt dreht. Der große Vorteil des Online Marketings gegenüber des klassischen Marketing ist, dass fast alles messbar und somit auch planbar wird. Ich weiß, wie häufig ein Werbemittel – sei es ein Banner, ein Video, eine Textanzeige, usw. – angeklickt wurde. Und ich kann zu einem gewissen Grad sogar sagen, von wem! Und so entsteht ein datenbasierter Rundumblick auf die Konsumenten und auf ihr Medien und Konsumverhalten über digitale Kanäle (und das zunehmend sogar bis zum PoS). Und das praktische an Daten und digitalen Medien ist, dass sie von Maschinen lesbar und steuerbar sind. S…

Produktmanagement unter die Lupe genommen

Viele haben schonmal das ein oder andere Buzzword aus diesem Themenkomplex gehört – Agilität, SCRUM, Kanban, SCRUMBAN, Waterfall, Product Ownership, technisches Projektmanagement und und und. Aber Was bedeutet das genau? Wir unternehmen hier den Versuch, das Thema „Product Management“ für jedermann verständlich zu machen.

Als Oberbegriff könnte man einfach von Projektmanagement sprechen. Projektmanagement kann natürlich in unterschiedlichster Form daherkommen – vom Event-Management über kommerzielles Produkt-Management bis hin zum technischen Produkt-Management à la SCRUM. Und übrigens spricht man teilweise auch von „Program-Management“ – nämlich dann, wenn mehrere Projekte zu einem Programm zusammengefasst werden. Wenn man als Projekt die Konzipierung und Einführung eines technischen Produktes versteht, spricht man meist von Product Management. Allerdings gibt es auch Product Manager, die nichttechnische Produkte verantworten – z.B. wenn man einen Mobilfunktarif oder ein Finanzprodukt…