Headhunter - auf der Jagd nach Köpfen

Wer mit dem Themenbereich „Personaldienstleistungen“ nicht direkt zu tun hat, mag sich fragen, was der Unterschied zwischen Begriffen wie Headhunting, Executive Search, Recruiting oder auch Personalberatung ist. Lassen Sie uns versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.

Als Oberbegriff ist wahrscheinlich das Wort „Personaldienstleistung“ gut gewählt. Darunter fallen grob gesagt, die Bereiche der Personalvermittlung und des reinen Consultings. Fokussieren wir uns zunächst auf die Personalvermittlung. Hier unterscheidet man zunächst nach Art der Anstellung (Festanstellung, Zeitarbeit, Freelancer). Des Weiteren wird nach Senioritätsgrad unterschieden. So ist aus meiner Sicht der Begriff „Executive Search“ gebräuchlich bei Vermittlung von Kandidaten ab Senior-Level (in der Regel eher Management-Level) und zwar für Positionen in Festanstellung. Senior-Level kann hier zahlenmäßig so verstanden werden, dass die Positionen ein Jahreszielgehalt von ca. 70.000 EUR aufwärts aufweisen. Bei Positionen darunter ist der Begriff „Recruiting“ gebräuchlicher, wobei es hierbei keine wirklich offiziellen Begriffsdefinitionen gibt. Das Wort „Personalberatung“ wird häufig ebenfalls für „Executive Search“ verwendet, kann aber auch Beratung im Sinne von Consulting bezüglich Themen wie in etwa Organisationsentwicklung, Change-Prozesse, Outplacement, Personalentwicklung etc. bedeuten.

Wie unterscheidet sich jetzt die Arbeitsweise von Executive Search Anbietern und normalen Recruiting-Agenturen? Letztere betreiben häufig nicht nur Headhunting (also die Direktansprache von potenziellen Kandidaten), sondern auch passive Methoden wie z.B. das Schalten von klassischen Stellenanzeigen in Offline oder Online-Medien. Im Bereich des Executive Search verstehen sich die verantwortlichen Consultants häufig mehr als reine Headhunter. Außerdem ist meistens ein anderer Themenschwerpunkt zu beobachten. So spezialisieren sich die normalen Recruiter häufig auf sogenannte Skills (Finance, IT, Engineering, Sales, Marketing, usw.), während Executive Search Dienstleister häufig eher einen Branchenfokus haben (Digitalwirtschaft, Banking, Energie, o.ä.). Des Weiteren werden bei der Vermittlung auf Executive Level (also im Top-Management) teilweise weitere Beratungsleistungen angeboten. So kommt es häufig vor, dass man zusätzlich zu der Kandidatenansprache und -vermittlung auch wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitstests anbietet und ergänzend zu den gewöhnlichen Kandidaten-Screenings auch „Executive Interviews“, die v.a. die Führungskompetenz des Kandidaten evaluieren sollen, durchführt. Außerdem wird ein Personalberater im Bereich des Executive Search häufig stärker beratend tätig, wenn es anfänglich darum geht, dem Mandanten zu helfen, seinen Bedarf zu definieren. Insgesamt gesagt, ist also die Personalvermittlung auf Executive-Level arbeitsintensiver als auf niederen Ebenen und muss dementsprechend vergütet werden.

Die Vergütungsmodelle reichen allgemein im Bereich der Personalvermittlung von reiner Erfolgsbasis bis Retainern und die Honorare liegen zwischen 20% und 40% des ersten Jahreszielgehalts des vermittelten Kandidaten. Ein Retainer (oder auch „Retained Search“) könnte z.B. so aussehen, dass 30% des erwarteten Honorars bei Auftragsvergabe, 30% bei Präsentation der Kandidaten-Shortlist und die letzten 40% bei Platzierung eines Kandidaten vergütet werden.

So kann nach jeweiligem Bedarf ein passender Personaldienstleister ausgewählt werden. Häufig arbeiten Unternehmen mit mehreren Partnern zusammen, um in der jeweiligen Situation passgenau beliefert zu werden.

Sollten Sie auf der Suche nach Mitarbeitern mit Digitalexpertise sein und sollten die Positionen auf Senior und Upper-Management-Ebene angesiedelt sein, so kommen Sie gerne auf HAHLBROCK DIGITAL zu. Als auf Digitalthemen spezialisiertes Executive Search Unternehmen, können wir Sie mit unserer Headhunting-Kompetenz effektiv unterstützen!

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